Innovative Renaturierung: Steinbruchfläche wird zum Trüffelbiotop

Innovative Renaturierung: Steinbruchfläche wird zum Trüffelbiotop

Beim Thema Renaturierung von Steinbrüchen gibt es unterschiedliche Methoden. Die Schäfer Unternehmensgruppe hat sich für ein ökologisches Verfahren entschieden, dass man nicht unbedingt mit Tagebau, Auffüllflächen, Schotterwerk und Kalksteinböden in Beziehung bringen würde: die Trüffelzucht.

Die Kalkverwitterungserden rund um den Schäfer-Steinbruch eignen sich nämlich besonders gut für den Anbau des Edelpilzes. „Zusammen mit den Spezialisten von Deutsche Trüffelbäume haben wir uns entschieden, uns auf dieses Abenteuer einzulassen“, erklärt Thomas Jechel, Geschäftsführer der Schäfer Unternehmensgruppe. Inspiriert zu diesem Schritt wurde er dabei durch einen Vortrag von Deutsche Trüffelbäume auf einer ISTE-Tagung. „Nun ist in der Nähe unseres Steinbruchs ein Trüffelanbaugebiet entstanden. Die gerade eingepflanzten 778 Hasel-, Eichen- und Hainbuchensetzlinge sind zwar noch sehr klein, werden aber in ein paar Jahren das für die Pilze notwendige Biotop bilden.“

Schäfer integriert Trüffelhain ins ökologische Gesamtkonzept

Die Schäfer Unternehmensgruppe ist im Bereich Renaturierung und Naturschutz schon immer mit gutem Beispiel vorangegangen. „Uns ist es sehr wichtig“, erklärt Jechel, „den von uns für die Rohstoffgewinnung genutzten Lebensraum der Natur wieder zurückzugeben – diesmal auch mit einem kleinen Mehrwert für uns.“ In sieben bis acht Jahren, so der Plan, sollen dann die ersten Trüffel geerntet werden können.
Für das Projekt hat sich das Unternehmen Hilfe von den Trüffel-Experten von Deutsche Trüffelbäume geholt, die sich auf den Trüffelanbau spezialisiert haben. Ein Ergebnis aus ihrer jahrelangen Erforschung des Pilzes ist, dass sich die Trüffel vor allem in Kalkverwitterungserden wohl fühlen, weshalb sich die schwäbische Alb und die Flächen rund um Steinbrüche für den Anbau ideal eignen würden. Die Bäume sind nötig für die Bildung der sogenannten Mykorrhiza zwischen Baumwurzel und Pilz, einem Geflecht, über das Nährstoffe in einer Symbiose ausgetauscht werden.

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Trüffelzucht und Renaturierung

Die Natur profitiert ebenfalls von diesem Projekt. Neben der ‚Wiederaufforstung‘ werden beispielsweise sogenannte Julen, also Stangen für Greifvögel, aufgestellt, auf denen sich die Tiere bevorzugt niederlassen. Mit ihrer Hilfe soll die Population der Wühlmäuse, die gerne Baumwurzeln annagen, eingedämmt werden. Jechel: „Wir verfolgen das Projekt Trüffelbiotop sehr gespannt. Es wäre in Zukunft auch ein interessantes Vorbild für eine zielbewusste Rückgewinnung von natürlichen Lebensräumen aus Tagbauhinterlassenschaften. Die Themen Renaturierung und Trüffelanbau eignen sich zudem gut für einen Lehrpfad.“

Mehr Informationen zum Trüffelanbau in Deutschland finden Sie unter www.deutsche-trüffelbäume.de.

Bildquelle:
Klaus Polkowski, Deutsche Trüffelbäume
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